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DeepColor - Ultra Low Jitter Clock für 24 Bit Audio
Mit einer Kurzeinführung zu Clock Design Guidelines
für hochauflösende Audio Anwendungen
von Ing. Michael Gerstgrasser
EINFÜHRUNG
Manchmal, an besonders schönen Tagen zu bestimmten
Jahreszeiten,
sind wir ergriffen von der Reinheit und Tiefe der landschaftlichen
Farben und die Umgebung, die wir Zeit unseres Lebens kennen, erscheint
uns in völlig neuem Licht.
Manchmal erfreuen wir uns der selben emotionalen Hochstimmung mit gutem
Audio Equippment das es uns erlaubt, in den Fluß der Musik
einzutauchen und ein tiefes Gefühl zu entwickeln für
den
Wechsel von Entspanntheit und Spannung, für Rhythmus und
Harmonie,
als Möglichkeit einer intimen Kommunikation mit den
ausführenden Musikern, unterlegt mit den Ideen der Komponisten
und
jenen der Aufnahme Techniker.
Wie so oft mit Audio Equippment, besteht ein starker Wunsch danach
herauszufinden, welches denn nun die Ingredienzien und technischen
Spezifikationen sind, welche uns Musikwiedergabe als "LIVE" erleben
lassen.
Viele Aspekte eines elektronischen Designs wurden in der Vergangenheit
bereits als "am wichtigsten" proklamiert, aber bis in zum heutigen Tag
hat sich noch keiner davon als "derjenige welche" bewahrheitet. Nicht
einmal die umfassendste technische Beschreibung scheint in der Lage zu
sein festzuhalten, was von jemandem oder der Allgemeinheit als
"richtig" empfunden wird.
Damit bleibt nur, als Ansatz zu weiteren Verbesserungen von Audio
Equippment, die Suche nach einem Optimum des elektronischen Designs
voranzutreiben und ein intensives Nachdenken darüber, was
möglicherweise übersehen oder zumindest als nicht
wesentlich
erachtet wurde.
Als in den frühen 80ern des vergangenen Jahrtausends
für CDs
16 Bit / 44.1 kHz - als der erste weit verbreitete Standard
für
digitales Consumer-Audio festgeschrieben wurde, hat ein angenommener
Hörumfang von 20 Hz bis 20 kHz zusammen mit dem Sampling
Theorem,
formuliert von Harry Nyquist, Claude Elwood Shannon, Vladimir
Kotelnikov und John Macnaughten Whittaker vor ca. 80 Jahren, Pate
gestanden, um die theoretischen Erfordernisse dafür zu
formulieren.
Während der Auflösung im Amplitudenbereich stets
höchste
allgemeine Aufmerksamkeit zuteil wurde, was sich stark in den
verschiedensten Ansätzen für AD/DA Wandlern
widerspiegelt,
wurde die Bedeutung der Auflösung im Zeitbereich erst
wesentlich
später ernsthaft auf breiter Ebene diskutiert.
Innerhalb der vorgegebenen Grenzen des 16 Bit / 44.1 kHz CD Formates
ist eine beachtliche Entwicklung verfolgbar, wenn ich mich zB erinnere
an meine Hörerfahrungen mit meines Bruders erstem Philips CD
Players, welcher einfach nur "brutal" war im Klang - verglichen mit der
Leichtigkeit und Genauigkeit seines damaligen Sondek Laufwerkes. Der
heute übliche Standard hat sich zu damals stark verbessert,
sowohl
was die Consumer Audio Geräte angeht als auch
bezüglich
verfeinerter Aufnahme- bzw. Masteringtechniken.
Trotzdem bleibt erstaunlich viel Spielraum zu hörbaren
Verbesserungen insbesondere bei den Quarz Oszillatoren die in jedem
digitalen Audiogerät zu finden sind.
Unter vielen anderen, hat sich die Oszillatorschaltung von Edwin H.
Colpitts (entwickelt um das Jahr 1900) als besonders vorteilhaft
für solche Anwendungen herausgestellt.
Es existieren diverse Varianten der Colpitts Schaltung welche BJT's,
CMOS, FET's oder andere aktive Bauteile verwenden. Neben der Auswahl
einer vorzüglichen Schaltungsvariante müssen noch
eine Reihe
weiterer
Bedingungen in Betracht gezogen und sorgfältig abgewogen
werden um
ein einmal gewähltes Arrangement in seinem optimalsten
Arbeitspunkt zu betreiben und am Ende das bestmögliche
Ergebnis zu
erhalten.
Sehr viele Messungen, theoretische Recherchen und
Schaltungssimulationen wurden während der Entwicklung der
"DeepColor" Clock durchgeführt.
Obwohl mir SPICE Simulationen hierbei vergleichsweise sehr viel
aussagekräftiger erscheinen als bei der Entwicklung von
analogen
Audioschaltungen und die Optimierung mit Hilfe solcher Software
ziemlich direkt zu klanglich guten Ergebnissen führt,
wurden ausgedehnte Hörvergleiche mit einer entsprechend
sensiblen
24 Bit Anlage angestellt um nicht etwa von beeindruckenden Zahlen
irregeleitet zu werden.
Wie klingt es ?
Obwohl man keine Veränderungen in der
Tonalität erwarten darf, da der Frequenzgang an sich
unbeeinflußt bleibt, klingt einfach alles anders, von einer
zart
schwingenden Triangel bis hinunter zu den tiefsten Bässen
welche
eine Anlage wiederzugeben imstande ist.
Alle verschmierten bzw. verloren gegangenen Einschwingvorgänge
werden wieder vollständig dargestellt, alle Farbenpracht und
alles
Charisma welches in den Aufnahmen steckt. Sämtliche
Unsicherheiten
sind wie weggewischt, ein
wesentlich besser definiertes, stabileres Image erleichtert es deutlich
klanglichen Details zu folgen ohne das Gesamtarrangement aus "den
Augen" zu verlieren, und das völlig unabhängig davon,
wie
komplex oder minimalistisch die gehörte Musik ist.
In den Höhen re-integriert sich eine gewisse Schärfe
und
Rauheit als schnelle Transienten in den originalen Sound und verbessert
stark die "3D" Lokalisierbarkeit. Cymbals verbreiten filigrane Muster,
perkussive Instrumente bieten erstaunlichen "Attack" und Stimmen
erlangen eine unwahrscheinlich intime Direktheit. Tiefere Lagen
entwickeln eine unerwartete Auflösung und eine transparente
Präsenz welche nahtlos in eine
fast grenzenlose Illusion von Räumlichkeit übergeht.
Verbesserung der "3D" Wahrnehmung ist bei außermittigen
Hörpositionen besoders ausgeprägt.
Jeder Sound und jedes akustisches Ereignis ist ausgeprägt
unterscheidbar mit reichen Farben und einem Timing das weder schleppend
wird noch in Hektik verfällt und jederzeit das Gefühl
vermittelt im Takt zu swingen, egal welchem Rhythmus oder welcher
Stimmung die Musik gerade folgt.
Obige Attribute würde man eher bei der Charakterisierung von
Lautsprechern vermuten und sie werden im allgemeinen mit merklichen
Investitionssummen assoziiert. Egal wie perfekt oder schön ein
Lautsprecher klingen mag, ist es für gewöhnlich eine
ziemliche Herausforderung analytische und emotionales Aspekte dabei
harmonisch zu vereinen, währenddessen dies bei der
Perfektionierung des Jitterverhaltens keineswegs Gegensätze
sind.
Jitter Optimierung am Beginn einer Kette verspricht immer eine
Verbesserung sowohl in Details als auch insgesamt. Eine sehr gute Clock
lässt einen die Aufnahmen authentischer und präziser
erleben,
mit aller Schönheit welche Musik zu transportieren imstande
ist.
Es ist ein ganz ähnlicher Effekt wie der Unterschied zwischen
einer wirklich feinen Optik und einer "so lala" Linse beim
Fotografieren.
Ganz grundsätzlich steht einfach absolut alles in der Musik
und
bei Sounds im Zusammenhang mit der Zeit. Was mit analoger Audiotechnik
abseits von Gleichlaufschwankungen bei Plattenspielern und
Tonbandgeräten völlig außerhalb jeden
Interesses war,
bekommt mit digitalem Audio eine völlig neue
Bedeutungs-Qualität von sehr niedrigfrequenten Schwankungen
bis
hinauf in das HF-Band.
Um der vollen 24 Bit Audioclockauflösung einen Weg zu
bereiten,
wurde die DeepColor Clock entworfen und - glauben Sie es oder nicht -
es war für mich ebenso interessant dermaßen viel
Unerwartetes über elektrische und
physikalische Zusammenhänge mit klanglichen Auswirkungen bei
dieser speziellen Applikation zu lernen wie nun das gelungene Resultat
für mich ein Genuß ist.
Schlussendlich ist es eine reine Freude und eine große
Bereicherung was auch immer zu HÖREN, ob in Aufregung
versetzend
oder in einen Zustand fast meditativer Entrückung.
Zielsetzung, technische Beschreibung, Schaltungsdiskussion und Design
Richtlinien
Niederfrequenter Audio- und Subaudio-Jitter wird gegenwärtig
kaum
als ein Thema von besonderer Bedeutung angesehen. Meine
Einschätzung steht diesbezüglich entgegen der
Mainstream
Meinung und mit der DeepColor Clock kann dies jeder für sich
selbst nachvollziehen.. Zwei Beispiele demonstrieren den Jitter der in
Consumer und PRO-Audio Geräten zu finden ist :
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Fig. 1 Verteiltes niederfrequentes Rauschen
bei
ONYX 400F Firewire Soundkarte mit interner Clock |
Fig. 2 Jitter des PHILIPS CDR 795 PLAYER in
ULTRA-ZOOM
gemessen mit 32k and 256k FFT points (0,2 Hz
Auflösung,
rote Kurve) |
Was hier gezeigt werden kann ist, daß beträchtliche
Beträge hörbaren Jitters sowohl in Consumer als auch
in PRO
Audio Geräten zu finden ist.
Um die ausgezeichnete Performance der DeepColor Clock in ein
Verhältnis zu setzen werden - soweit nützlich -
Vergleiche zu
zwei weitgehend anerkannten Aftermarket Clocks dargestellt. Deren
Schaltungen sind für außergewerbliche Zwecke frei
benützbar und sind downloadbar unter :
LC Audio XO3
schematic
Elso
Kwak clock ver7 schematic
Diese Zusammenstellung konzentriert sich eher auf die technischen
Grundlagen und auf die Erlangung eines allgemeinverständliches
Wissen über das interessante Gebiet von Jitter in Audio
Applikationen
als lediglich überragende Performance zu behaupten. Obwohl im
Folgenden sehr viel Zahlenmaterial präsentiert wird, ist es
ratsam, in erster Linie stets den Gesamtzusammenhang im Blick zu
behalten, da sowohl Variationen von Print zu Print bestehen als auch
weil die SPICE Modellierung niemals perfekt ist.
Bei Jitter Betrachtungen in Audio Applikationen sind zwei Dinge von
grundlegender Wichtigkeit.
Erstens einmal ist ein sehr gutes Clock Signal, speziell für
den
AD / DA Wandler generiert immer einer externen Clock vorzuziehen. Dies
vermeidet von vornherein zusätzliche Jitterquellen wie
PLL-Jitter,
Kabel-Jitter und anderes.
Zweitens, Jitter beeinträchtigt in keiner Weise die
Qualität
der digitalen Signalverarbeitung. Jitter wird ausschließlich
wirksam wenn Signale vom Analogen ins Digitale gewandelt werden oder
umgekehrt.
Die einzige Ausnahme hierbei stellen Sample Rate Konverter dar, die
diesen Prozess mit Hilfe digitaler Algorithmen bewerkstelligen. Bei
SRC's tragen der input Clock Jitter UND der output Clock Jitter zur
Verschlechterung des digital codierten Audio Signales das der SRC
liefert bei.
Fasst man zusammen ist leicht zu verstehen, daß folgende
Anwendungen von einem Ultra Low Jitter Modul wie der DeepColor Clock am
meisten profitieren:
- AD Wandler in jedwederem Gerät
- DA Wandler in jedwederem Gerät
- SRCs in jedwederem Gerät
- Clock Distribution Systeme (zum synchronisieren einer ganzen
digitalen Audio Kette auf ein bestimmtes Gerät)
Reinheit des Quarzsignales und Oszillator Versorgungsstrom
Einer der ersten Dinge über die man sich bei einem
Quarzoszillator
Gedanken machen kann ist die Reinheit der Sinusschwingung.
Durch unvermeidliche Spannungsabfälle an sehr kleinen
Widerständen und gewissen nur schlecht vorhersagbaren
Reaktionen
von Spannungsversorgungen, kann ebenfalls der Strom welcher vom
Oszillator aufgenommen wird
von unerwarteter klanglicher Relevanz sein.
Dieser moduliert die effektive Versorgungsspannung in
Seitenfrequenzbändern und manchmal sogar herunter bis in den
Audiofrequenzbereich. Da die Korrelation mit der Oszillatorfrequenz
niemals 100% ig ist,
ist es angebracht diese Spannungsabfälle eher als induziertes
Noise auf der Versorgungsspannung zu betrachten.
Abhängig vom Schaltungslayout, dem AC Pegel und dem
involvierten
Frequenzspektrum kann der Versorgungsstrom des Oszillators leicht die
Noise Performance der Versorgungsspannung selbst um mehrere
Größenordnungen verschlechtern.
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| Bild 3 DeepColor Clock Reinheit des Quarzsignales und
Oszillator Versorgungsstrom |
Bild 4 BJT Clock Clock Reinheit des Quarzsignales und
Oszillator Versorgungsstrom |
Bild 5 FET Clock Clock Reinheit des Quarzsignales und
Oszillator Versorgungsstrom |
Was hier gezeigt werden kann ist, daß die DeepColor Clock den
Quarz bei einer sehr reinen Sinusschwingung betreibt und daß
die
möglichen Interaktionen mit der Stromversorgung um einen
Faktor
von mehr als Zehn geringer sind, bei gleichzeitig sehr moderater
Signalform.
Oszillator Stromversorgung und PSRR
Nimmt man die Ausgangsamplitude des Oszillators als Referenz ist es
nützlich, die Effekte einer variierenden Versorgungsspannung
im
Verhältnis zum Ausgangssignal zu berechnen.
Was in Datenbättern üblicherweise als PSRR
ausgewiesen wird
ist hier normalisiert auf das Ausgangssignal dargestellt und zeigt
unmittelbar, wie stark das Sinussignal einer bestimmten
Oszillatorschaltung durch Noise und unvollkommene Line- oder
Loadausregelung der Stromversorgung beeinträchtigt wird. Jede
Verzerrung des Oszillator Signales an diesem Punkt übersetzt
sich
direkt in Clock-Jitter.
Obwohl es aus Werbegründen üblich ist für
den Jitter
eine simple Zahlenangabe zu machen, muss betont werden daß
solche
Clock Jitter Zahlen vollkommen unsinnig sind solange diese nicht
für einen zugehörigen Frequenzbereich spezifiziert
werden.
Bei sinusförmigem Jitter mit Frequenzen unterhalb der Nyquist
Frequenz, entstehen Seitenbänder im Audiosignal mit einem
definierten Abstand und Betrag im Verhältnis zum Nutzsignal.
Rauschförmig verteilter Jitter hebt den Rauschpegel des
Audiosignales abhängig von der Bandbreite und dem Pegel.
Vorteilhaftes filtern des Oszillator Sinussignales mit einem Filter
höherer Ordnung bietet eine ausgezeichnete
Verzerrungsunterdrückung am kritischsten Punkt einer Clock
Schaltung. Man darf dabei nicht aus dem Auge verlieren, daß
Clock
Jitter mit jedwederer Verzerrung generiert wird welche das Oszillator
Sinussignal unkorreliert überlagert.
Klangmäßig wirkt
sich Clock Jitter bis in Subaudiofrequenzen aus.
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| Bild 6 DeepColor Clock Oszillator PSRR |
Bild 7 BJT Clock Oszillator PSRR |
Bild 8 FET Clock Oszillator PSRR |
Was hier gezeigt werden kann ist, daß die DeepColor Clock
ganz
vorzügliche Audio- und Subaudioband PSR liefert und damit
jittererhöhende Verzerrungen am Punkt des Comparatorthreshold
durch unvollkommene Oszillatorversorgungen auf
vernachlässigbare
Werte reduziert . Alle Versorgungsspannungen sind
phasenmäßig WorstCase-mäßig
zueinander
"gelocked".
Signal- und Noise-Begrenzung
Ein Sinussignal in ein Rechteck-Clocksignal umzuwandeln geht am
einfachsten mit einem Highspeed Komparator. Dabei gibt es allerdings
absolute Limitationen bezüglich Jitterperformance die mit
keinerlei Designtricks umgangen werden können. Wenige,
dafür
umso grundlegendere Gesetzmäßigkeiten diktieren
dabei das
Random-Jitterverhalten, woraus sich allgemein gültige
Designregeln
in fast selbstverständlicher Weise ergeben.
Den Rest der Schaltung einmal als Ideal vorausgesetzt, ist Random
Jitter abhängig vom Peak Noise des Signales sowie dem
Eingangsrauschen des Komparators im Verhältnis zur Slew Rate
des
Signals beim Threshold Durchgang. Dieser Jitter ist
grundsätzlich
Wide Band und wird gelegentlich als Random Jitter "RJ" in
Datenblättern von High Speed Komparatoren
angegeben. RJ Zahlen müssen allerdings richtig interpretiert
werden, da sie von der Slew Rate des Signales abhängen. Sehr
niedere RJ Zahlen wie sie spielend mit GHz Signalen erreicht
werden können sind bedeutungslos in Audio Clock Anwendungen
mit
maximal einigen 10 MHz.
Der Mechanismus von Random Jitter, welcher eigentlich die Unsicherheit
über den genauen Umschaltzeitpunkt von Low nach High und
retour
repräsentiert, kann am besten verstanden werden mittels eines
Signales das einen Rauschteppich mit einer bestimmten Geschwindigkeit
durchläuft. Vereinfacht kann man Random Jitter als das
Äquivalent zu Rauschen im analogen Bereich betrachten. Ein
bemerkenswerter Unterschied zwischen Random Jitter und analogem
Rauschen ist der, daß des Rauschen am Threshold linear zur
Jittersumme beiträgt im Vergleich zur geometrischen Summierung
bei
analogem Rauschen.
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| Bild 9 verrauschtes Signal durchläuft einen
verrauschten Threshold |
Bild 10 ideales Signal durchläuft einen
verrauschten Threshold |
Bild 11 verauschtes Signal durchläuft einen
idealen Threshold |
Was hier gezeigt werden kann ist, daß sowohl das Rauschen des
Signales als auch das Rauschen des Threshold zum Random Jitter
beitragen - und zwar ja nach der Geschwindigkeit mit der das Signal den
Rauschteppich durchläuft.
Betreibt man dem Komparator mit Hysterese, kann das hilfreich sein um
unter bestimmten Bedingungen HF Oszilation zu verhindern. Dies
verbessert aber in keiner Weise die Jitter Performance. Was hingegen
getan werden kann um eine hörbare
Qualitätsoptimierung zu
erreichen ist, Jitterfrequenzen im Audio- und Subaudiobereich soweit
als möglich auszuschließen. Dies ist bei der
DeepColor Clock
mittels eines Filters höherer Ordnung zwischen Oszillator und
Komparator verwirklicht. Der rauscharme Ausgang des DeepColor
Oszillators mit seiner niederen Impedanz und der sehr guten PSRR
erlaubt es, dieses Filter mit außergewöhnlich hohem
Signalpegel anzusteuern.
Nebenbei erlaubt Bild 11 das intuitive Verständnis von Phase
Noise.
Am Threshold hat Rauschen in der Y-Richtung grundsätzlich die
selbe Auswirkung wie Rauschen in
der X-Richtung und kann voneinander nicht unterschieden werden. Was
bisher immer als Rauschen in der Y-Richtung angenommen wurde kann
deshalb genauso gut als Rauschen in X-Richtung betrachtet werden - also
als Variation der Frequenz. Normalisiert auf die Oszillator Frequenz
ist Phasenrauschen eine bequeme Kenngröße um
Schaltungsauswirkungen bei verschiedenen Oszillatorfrequenzen
miteinander zu vergleichen.
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| Bild 12 DeepColor Clock Oszillator Ausgangsrauschen |
Bild 13 BJT Clock Oszillator Ausgangsrauschen |
Bild 14 FET Clock Oszillator Ausgangsrauschen |
Y-Axis Skalierung ist in V/Hz½.
Was hier gezeigt werden kann ist, daß der DeepColor Clock
Oszillator ein verschwindend geringes Ausgangsrauschen bis hinauf zu
etwa 1 MHz erreicht
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| Bild 15 DeepColor Oszillator RJp-p |
Bild 16 BJT Clock Oszillator RJp-p |
Bild 17 FET Clock Oszillator RJp-p |
Was hier gezeigt werden kann ist:
Berechnet man ein 10 Vpp Signal mit einem Oszillatorrauschen von ca.
500 nV/Hz½ wie bei der DeepColor Clock, übersetzt
sich das
zu einem minimal erreichbaren Random Jitter
von ca. 10 ps bei 22 MHz. Dieser Random Jitter Betrag hat seine
Gültigkeit jedoch nur in der oberen MHz Region und
fällt
steil auf ultra geringe Werte unterhalb von 2 MHz.
Auf ca. 500 fs abzielend, erreicht die DeepColor Clock eine
bemerkenswerte Jitter Verbesserung gegenüber vergleichbaren
Designs um einen Faktor von rund 20 bis 200 über das ganze
Audio-
und Subaudioband!
Das DeepColor Clock Design würde von einem ideal rauschfreien
(!)
Komparator enorm profitieren und mit dem Random Jitter unterhalb von 1
MHz "in den Keller fallen"
Berechnet man ein 80 mVpp Signal mit einem Oszillatorrauschen von ca.
2,2 nV/Hz½ wie beim BJT Clock Beispiel, übersetzt
sich das
zu einem minimal erreichbaren Random Jitter
von ca. 90 ps. Random Jitter ist hier gleichmäßig
über
die Frequenz verteilt. Dieses Design würde von einem ideal
rauschfreien (!) Komparator mit einer Random Jitter Reduktion auf ca.
25 ps wideband profitieren.
Berechnet man ein 700 mVpp Signal mit einem Oszillatorrauschen von ca.
1 nV/Hz½ wie beim FET Clock Beispiel, übersetzt
sich das zu
einem minimal erreichbaren Random Jitter
von ca. 10 ps bei 22 MHz. Bei ca 500 Hz hat das Oszillatorrauschen
einen Peak von ca 300 nV/Hz½ welches sich bei diesen
Frequenzen
zu einem Jitter von ca. 380 ps übersetzt und dann auf ca 15 ps
bei
etwa 100 kHz fällt.
Dieses Design würde von einem ideal rauschfreien (!)
Komparator
mit einer Random Jitter Reduktion auf ca. 2 ps bei 22 MHz - bzw. mit
370 ps auf 7 ps fallend von 500 Hz bis 100 kHz
- profitieren.
Obige Berechnungen haben ein geringes und über die Frequenz
konstantes Komparatoreingangsrauschen von ca 6 nV/Hz½ zur
vereinfachenden Annahme. Messungen zeigen, daß das eine
einigermaßen realistische Annahme für einige gut
erhältliche High Speed Komparatoren ist.
Offensichtlich erlaubt nur die intelligente Anwendung von
standard-Filtertechniken bei Oszillatorsignalen - wie im DeepColor
Clock Design implementiert - eine wirklich substantielle
Jitterverbesserung bei Komparatoren mit noch geringerem
Eingangsrauschen.
Man darf dabei nicht vergessen daß alle Jitterberechnungen
jeweils absolute Designlimits darstellen welchen man sich lediglich
annähern kann sofern man ALLE Hürden meistert um
dieses Ziel
zu erreichen.
Obgleich die DeepColor Clock entworfen wurde um auch in dieser Hinsicht
außerordentlich gut abzuschneiden, wurde die
hörmäßige Irrelevanz von
Ein-Zahl-Spezifikationen
schon weiter oben klar festgehalten. Die berechneten RJp-p Zahlen
basieren auf einem Oszillator Sinussignal von ca. 22 MHz und einer
betrachteten Bandbreite von ca. 100 MHz. Der Crestfaktor wurde
vereinfachend mit 6 angenommen. Es ist zu beachten, daß
optimistischer Weise das Thresholdrauschen in allen Berechnungen als
konstant über die Frequenz angenommen wurde.
Es gibt noch einen anderen Aspekt der es bezüglich des
Filterarrangements Wert ist beachtet zu werden, um ein
bestmögliches Resultat zu erreichen. Das Eingangsrauschen
eines Komparators wird bei kurzgeschlossenem Eingang spezifiziert. Dies
erfordert eine Quelle mit einer Ausgangsimpedanz die so nieder als nur
möglich sein muss um die obigen RJ Werte zu erreichen.
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| Bild 18 DeepColor Clock Ausgangsimpedanz |
Bild 19 BJT Clock Ausgangsimpedanz |
Bild 20 FET Clock Ausgangsimpedanz |
Was hier gezeigt werden kann ist, daß nur die DeepColor Clock
eine ausreichend niedere Ausgangsimpedanz über den Audio- und
Subaudiobereich aufweist um mittels einer optimierten Filtertopologie
den Komparatoreingang effektiv genug kurzzuschließen. Deshalb
erfolgt in diesem Frequenzspektrum keinerlei Verschlechterung des
Komparator Eingangsrauschens. Mit anderen Worten zusammengefasst
bedeutet dies, daß ausschließlich das DeepColor
Clock
Design das interessierende Eingangsrauschverhalten des Komparators in
keinster Weise kompromittiert.
Unabhängig davon wie gering das Eingangsrauschen von
Komparatoren
in Zukunft noch werden wird, das ausgezeichnete Design der DeepColor
Clock verhält sich auch bezüglich dieses Aspektes
ganz
hervorragend.
Es gibt auch noch andere Jitterkomponenten welche zum Gesamtjitter
beitragen können - abhängig zB. von Schwankungen in
der
Versorgungsspannung, von der Reinheit des Sinussignales, vom
Interfacing und anderem -
und deren mögliche Einflüße müssen
beim
Schaltungsdesign, Layout und beim Interfacing mindestens ebenso
sorgfältig beachtet werden.
Am Limit / aktives Interfacing / Zeitreferenz
Der Ausgang der DeepColor Clock mit seinem niederohmig bereitgestellten
hohen Signalpegel bietet die Möglichkeit eine Last direkt oder
wahlweise über ein Kabel zu treiben.
Dies ist deshalb von Bedeutung, da auf diese Weise nur eine
Sinusschwingung einer einzelnen Frequenz zu übertragen ist,
was
viele Kabel-, EMI- und Terminierungsprobleme elegant umgeht.
Ein sehr kleines Empfängermodul kann direkt Huckepack auf dem
AD /
DA Wandler montiert werden und die DeepColor Clock selbst kann irgendwo
anders untergebracht werden.
Es stehen nun zwei Möglichkeiten zur Verfügung.
Einerseits
ein Empfängermodul das neben dem Filter hoher Ordnung einen
Highspeed Komparator enthält oder andererseits ein
Empfängermodul das neben dem Filter hoher Ordnung eine Sinus
Begrenzerschaltung enthält.
Das Empfängermodul mit der Sinus Begrenzerschaltung hat den
Vorteil, daß der AD / DA Wandler an seinem Threshold direkt
und
ohne weiter Rauschquelle angesteuert wird. Das Empfängermodul
mit
der Komparatorschaltung hat den Vorteil einer leicht höheren
SlewRate an seinem Ausgang.
Was schlussendlich einen geringeren Jitter ergibt hängt vom
Rauschpegel am Clockeingang des AD / DA Wandlers ab. Die Implikationen
von SlewRate und Rauschteppich wurden weiter
oben ausführlich dargestellt, obschon Chiphersteller
normalerweise
zur Qualität des Clockeinganges keine Angaben machen.
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| Bild 21 DeepColor Clock mit einem RJp-p am absoluten
Limit |
Was hier gezeigt werden kann ist, daß das DeepColor Clock
Design ein praktisch verlustfreies Interfacing erlaubt.
Berechnet man 1 nV/Hz1/2 für den Threshold des AD / DA
Konverters
bei Verwendung des Empfängermodules mit der Sinus
Begrenzerschaltung erhält man ein RJp-p direkt am Clockeingang
des AD / DA Wandlers von knapp unter 90 fs innerhalb des gesamten
Audio- und Subaudiobandes.
Das ist kaum noch zu überbieten!
Was hier ebenfalls gelernt werden kann ist, daß
unabhängig
davon ob als Zeitreferenz Standardquarze oder Atomclocks (welche in
ihrer Langzeitstabilität << 1 Hz
tatsächlich um mehrere Größenordnungen
besser sind)
Verwendung finden, der Random Jitter innerhalb des Audio- und
Subaudiobandes verschlechtert sich schon bei der simplen
Umsetzung eines Sinus- in ein Rechtecksignal selbst bei Verwendung
recht guter Komparatoren. Jede komplexere Signalverarbeitung wie zB.
PLLs zur Frequenzverschiebung können
dabei nur noch schlechter abschneiden.
Das wirft ein interessantes Licht auf die Tatsache, daß RJ
versus
Frequenz Diagramme kaum bekannt sind, nicht einmal für Euro 10
000.- Rubidium Audioclocks.
Es macht weiterhin klar, daß nur ein weitgehend
maßgeschneidertes und unbearbeitetes Signal der richtigen
Frequenz für den AD / DA / SRC Wandler dessen beste
Qualität
garantieren kann.
Darüber hinaus macht es klar, daß es - werden die
Überlegungen auf Seiten der Clock konsequent ans Limit
getrieben -
an den Herstellern der AD / DA Wandler liegt, ihre Bauteile
detaillierter zu spezifizieren da nun diese den dominierenden Anteil zu
Random Jitter beitragen.
Der Ansatz zur Verbesserung der Gesamtperformance kann in erster
Näherung grob definiert werden als:
1.) Verringerung des Rauschens am Threshold
2.) Erhöhung der Clockfrequenz
3.) Erhöhung der Clock Amplitude
4.) Ausfiltern der Clock Rauschsignale
Was das Design der DeepColor Clock im Grunde so elegant macht ist,
daß es bei weiteren Verbesserungen nicht den limitierenden
Faktor
darstellt.
DeepColor Clockmodul Versorgung und Brake-In Zeit
Dank der mehrfachen on-board-Stabilisierung welche hier nicht im Detail
besprochen werden soll, sowie der geringen Stromaufnahme der DeepColor
Clock, kann fast jede
interne Gerätespannung zur Versorgung der DeepColor Clock
herangezogen werden. Das Modul akzeptiert Eingangsspannungen im Bereich
von plus / minus 12V - 35V und hat einen
Stromverbrauch von ca. 50 mA. Finden unregulierte Spannungen
Verwendung, sollte der Ripple als Daumenregel ca. 50 mVrms nicht
überschreiten.
Eine ruhige, externe Versorgung erreicht im allgemeinen bessere
Resultate bezüglich Musikfluß und
Räumlichkeit wie oben
ausgeführt.
In der DeepColor Clock kommen keinerlei exotische Bauteile zur
Anwendung, es wurde vielmehr Wert auf eine solide Konstruktion gelegt.
Wie allerdings mit jedem anderen Gerät zur Musikerzeugung
auch,
ist es vorteilhaft eine gewisse Break-In Zeitspanne verstreichen zu
lassen bevor man sich ein endgültiges Urteil bildet. Eine
halbe
Woche ununterbrochenen
Betriebes erscheint dafür angemessen; alle weiteren
Veränderungen sind äußerst gering und es
ist
wahrscheinlicher, daß es eher ein paar Wochen braucht um das
volle
Potential der DeepColor Clock zu erfassen als daß noch
substantiellen Änderungen der Clock stattfinden.
Clock System Überlegungen und Erfordernisse für
Digitale Audio Ketten
Es ist offensichtlich, daß ein WordClock System die einzige
Möglichkeit für komplexe digitale Audioketten
darstellt, um
ein synchrones Zusammenspiel ohne Jitterakkumulation sicherzustellen.
Jedes Gerät innerhalb einer digitalen Audio Kette in einem
solchen
System muss deshalb sein Clocksignal von der selben WordClock erhalten
und sich darauf "locken". Ansonsten würden Samples verloren
gehen
und das Audiosignal wäre korrumpiert. Aus Bequemlichkeit wird
das
WordClock Signal meist mit den standard Audio Sampling Frequenzen, oder
Vielfachen davon, verteilt.
Dies impliziert, daß solche WordClock Frequenzen erst noch
mittels "gelockter" Frequenzmultiplizierer oder -dividierer an die
Erfordernisse der jeweiligen AD / DA Wandler angepasst werden
müssen.
Dieses komplexe Aufbereiten des Frequenznormales hat schwerwiegend
unerwünschte Auswirkungen auf den erreichbaren Jitter, wie
bereits
weiter oben deutlich ausgeführt.
Als einziger ( ! ) Ausweg aus diesem Dilemma bleibt, es genau
andersherum zu machen. Für das interessierende Gerät
wird
eine maßgeschneiderte UltraLow Jitter Clock verwendet und
alle übrigen Geräte der digitalen Audio Kette werden
auf
dieses UltraLow Jitter Clocksignal "gelockt". Man muss sich dabei daran
erinneren, daß Jitter nur bei der Umwandlung von Analog auf
Digital und umgekehrt wirksam wird. Solange man innerhalb des digitalen
Bereiches verbleibt, hat Jitter keine Auswirkungen auf die
Audioqualität.
Deshalb stellt die DeepColor Clock einen zweiten Ausgang zur
Verfügung, um ein externes PLL Frequenzshifting auf zB. die
bei
ClockDistributing Geräten gängige 10 MHz
Referenzfrequenz zu
ermöglichen.
Nahezu alle ClockDistributing Geräte erlauben das "locken" auf
eine extern zugeführte 10 MHz Referenzfrequenz.
Abhängig
davon ob Wiedergabe oder Aufnahme die gerade wichtige Anwendung ist,
können intelligentere ClockDistributing Geräte auf
mehrere
Referenzfrequenzquellen umschaltbar "gelockt" werden.
Alles ist relativ übersichtlich solange die Grenze zwischen
Analog
und Digital nur einmal überschritten wird. Ein externer DAC
der
während der Wiedergabe von einem Transport oder einer DAW sein
digitales Audiosignal erhält. oder ein externer ADC der eine
DAW
während der Aufnahme mit dem digitalen Audiosignal versorgt
wären dafür Beispiele. In digitalen Audioketten wie
diesen
gibt es kein Qualitätslimit für zusätzliche
dazwischengeschaltete digitale Geräte, solange alle mit
derselben
Samplerate und "gelockt" auf dieselbe Clock arbeiten.
Im Falle einer Audiowiedergabe muss die WordClock auf den DA Wandler
"gelockt" werden - im Falle einer Audioaufnahme muss die WordClock auf
den AD Wandler "gelockt" werden.
Als Fußnote sei angefügt, daß bei einer
Audioaufnahme
Jitterakkumulation eigentlich kein Problem darstellt und ein WordClock
System keine Vorteile bringt, solange nicht mehrere Zweige von
Effektgeräten involviert sind.
Alles wird etwas komplexer mit digitalem Audiogerät das
Samplerate Konverter verwendet.
In diesem Zusammenhang können SRC's am besten so verstanden
werden
als würden sie eine Digital nach Analog Wandlung UND eine
Analog
nach Digital Wandlung im selben Gehäuse durchführen.
Ein SRC
hat deshalb grundsätzlich immer zwei Clockeingänge:
einen
für das Eingangssignal (als wäre es ein DA Wandler)
und einen
für das Ausgangssinal (als wäre es ein AD Wandler).
Man kann
froh sein wenn sich der SRC in einem Gerät am Anfang oder am
Ende
einer digitalen Audiokette befindet. Ein externer DAC der digitale
Audiosignale mit verschiedensten SampleRates akzeptiert oder sein
digitales Audiosignal auch nur von einem speziellen Transport
erhält, wären Beispiele dafür. Solche
Designs werden
zuweilen auch "upsampling" DACs genannt.
Obwohl innerhalb des selben Gehäuses, ist es bei solchen
upsampling DACs vorteilhaft, das Jitterverhalten von SRC und DA Wandler
voneinander getrennt zu betrachtet. Das Ausgangsclocksignal des
SRC und der DA Wandler müssen mit dem selben UltraLow Jitter
Clocksignal gespeist werden. Dieses Clocksignal ist
ausschließlich wichtig für dieses Gerät und
ist deshalb
auch nicht jenes auf das die anderen Geräte der digitalen
Audiokette "gelockt" werden.
Ein SRC ist empfindlich auf Jitter sowohl bezüglich seiner
Eingangsclock als auch bezüglich seiner Ausgangngsclock, da
die
Differenz der beiden Frequenzen permanent gemessen wird.
Das Frequenzsignal der Eingangsclock wird bei einem SRC normalerweise
aus dem digitalen Audiodatenstrom extrahiert. Das bedeutet,
daß
jenes Gerät von welchem der SRC sein digitales Audiosignal
erhält, ebenfalls mit einer UltraLow Jitter Clock betrieben
werden
muss.
In einem solchen Fall ist jenes Gerät, von welchem der SRC
sein
digitales Audiosignal erhält dasjenige auf dessen Clocksignal
alle
vorangehende Geräte der digitalen Audiokette "gelockt" werden
müssen.
In seltenen Fällen in denen Jitterauswirkungen innerhalb einer
Gesamtkette bedacht wurden, kann es sein daß der SRC mit
einem
vom Audiodatenstrom getrennten Clocksignal versorgt wird.
In einem solchen Fall muss das Gerät mit dem SRC mit einer
zweiten
UltraLow Jitter Clock versehen werden, welche den Eingangsclock des SRC
versorgt und
alle vorangehende Geräte der digitalen Audiokette
müssen auf
dieses Clocksignal "gelockt" werden.
Befinden sich SRCs in der Mitte einer digitalen Audiokette,
müssen
dementsprechend mehrere WordClock Frequenzen verteilt werden - selbst
wenn sie grundsätzlich die selbe Frequenz aufweisen
würden.
Eine Schlußfolgerung die man aus Obigem ziehen kann ist,
daß SRCs zur Jitterreduktion nicht unbedingt gut geeignet
sind -
und dafür gibt es auch noch andere Gründe.
Erhalt der Signalintegrität bei 16 Bit und bei 24 Bit
Was nun wirklich hörbar ist und was nicht, war und wird wohl
immer
fraglich bleiben. Was aber berechnet werden kann ist jener
Jitterbetrag, der die AD / DA Wandlung nicht korrumpiert. Um sich dies
begreifbar zu machen, betrachten wir einmal die Genauigkeit der
Zeitspanne welche vonnöten ist um mit 16 Bit bzw. 24 Bit
innerhalb
des
gesamten Audiobandes aufzulösen. Nehmen wir dabei
großzügigerweise an, das Audioband reiche von 10 Hz
bis 100
kHz.
Stellen wir uns für einen Moment vor, daß wir nicht
in
äquidistanten Zeitabständen sampeln würden,
sondern
vielmehr immer genau dann, wenn die Amplitude sich um genau ein Bit
ändert. Nemen wir weiters an, daß der FullScale
Eingangsbereich unseres imaginären AD Wandlers 2,5 Vpp
betrage.
Nun berechnen wir - um die Signalintegrität sicherzustellen -
die
Zeitspanne für jeweils ein halbes Bit bei verschiedenen
analogen
Signalfrequenzen am Punkt der maximalen SlewRate.
| Analog Signal Frequency |
24 Bit Timestep (1/2 LSB at 2.5 Vpp FS) |
16 Bit Timestep (1/2 LSB at 2.5 Vpp FS) |
| 100 kHz |
100 fs |
25 ps |
| 1 kHz |
10 ps |
2.5 us |
| 10 Hz |
1 us |
250 us |
Bild 22 Zeitliche Anforderungen für den Erhalt der
Signalintegrität bei 16 Bit und bei 24 Bit
Was hier gezeigt werden kann ist, daß 24 Bit Audio extreme
Anforderungen in Bezug auf das korrekte Timing der Samples stellt.
Haben diese genialen Köpfe uns das nicht schon vor hundert
Jahren
gesagt?
Was mit dem DeepColor Clock Design bei Verwendung eines excellenten AD
/ DA Wandlers selbst für den Extremfall
von
24 Bit / 100 kHz durchaus realisierbar ist, liegt
für andere Designs bereits um ca. zwei
Größenordnungen
außerhalb deren Möglichkeiten.
Natürlich gibt es sowas wie eine 1 / 100 fs =
10.000.000.000.000
Hz SampleRate nicht wirklich - in Real wären 196 kHz
wahrscheinlicher - aber einmal einen Blick aus diesem ungewohnten
Winkel auf diese Sache zu werfen ermöglicht ein intuitiveres
Verständnis der hier involvierten Genauigkeitsanforderungen.
Wenn reale digitale Audiosignale zurück nach Analog gewandelt
werden, wird mit Hilfe des Rekonstrutionsfilters und genau den selben
zeitlichen Genauigkeitsanforderungen
das exakte analoge Ausgangssignal wiederhergestellt.
Was hiermit beleuchtet werden soll ist, daß die volle 24 Bit
Audio Auflösung eine Herausforderung darstellt die, einfach
ausgedrückt, jenseits jeder weniger perfekten Clock liegt.
Immer
wenn einem Zweifel bezüglich der erforderlichen Exaktheit des
Samplingzeitpunktes kommen, sollte man sich tunlichst daran erinnern,
daß für Frequenzen nahe der Nyquist Frequenz nur
noch etwas
mehr als zwei Samples pro Periode zur Verfügung stehen um das
exakte analoge Originalsignal mit der richtigen Frequenz UND der
richtigen Amplitude zu restaurieren.
Für all jene mit einer philosophischen Ader welche sich
gelegentlich fragen: "Können 100 fs überhaupt
hörbar
sein ?" - ist die beste Antwort die
ich bisher darauf gefunden habe: "Erscheint uns 24 Bit besser als 16
Bit ?"
Unterm Strich
Die DeepColor Clock unterstützt mit
ihrem einzigartigen und doch eleganten
Designansatz digitales Audio bis zur vollen 24 Bit
Auflösung.
Alles was oben ausgeführt wurde ist eigentlich leicht zu
verstehen,
Um ultimate Präzision zu erreichen balanciert man Rauschen
gegen
Speed, lässt SPICE ein paar Berechnungen durchführen,
zieht
seine Schlußfolgerungen und hört sich das Ergebnis
an - das
ist's dann im Grunde auch schon.
Auch wenn es unwahrscheinlich erscheint, bedenkt man unseren heutigen
Wissensstand über das menschliche
Hörvermögen, so halte
ich doch sogar noch weitergehendere Verbesserungen im Zeitbereich mit
entsprechend hörbaren Auswirkungen für
möglich.
Aber man mache sich nicht daraus - falls man mit dem Vorhanden
zufrieden ist gibt es keinen Grund diesem Jitter Hype nachzujagen.
Ist man allerdings bereits auf der Suche nach etwas Besserem und
lässt es auf einen Versuch ankommen - man kann bei mir
jederzeit
Boards anfragen die demnächst verfügbar sein werden.
Haben Sie Anmerkungen oder gar einen Weg gefunden es Besser zu machen,
freue ich mich über jede Nachricht.
Keep swingin' !
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Austria, Jänner 2007
Michael Gerstgrasser
Upgedated: 30.3.2007
